Verkürzte Namen
Die heutigen Folgen der früheren Namensverkürzung

Wie die Chronisten feststellen konnten, sind die Kirchenbücher vielfach nachlässig geführt worden. Die Kirchenbuchführer haben - weil sich alle mehr oder weniger gut kannten - häufig nicht den vollständigen Namen, zum Beispiel  “nob. Pazatka Lipinski“ oder “von Pazatka Lipinski“, sondern nur einen Namensteil eingetragen. Überwiegend war dies der auf "-ski" oder "-ska" endende Beiname (im unserem Fall Lipinski).
Auch im Alltag kam es früher wie heute zur Namensverkürzung. Statt den vollständigen Namen zu nennen, sprach man den Nachbarn nur mit dem Beinamen seiner Familie an. Bei einem auf diese Weise vereinfachten Namen gerät der nicht mehr genannte Namensteil sehr schnell in Vergessenheit. Wird ein auf diese Weise verkürzter Name in amtliche Register eingetragen, entsteht daraus zwangsläufig ein offizieller Name. Heutige Träger des Namens “Lipinski" oder "von Lipinski“ wissen vielfach nicht mehr, wie der vollständige Namen ihrer Vorväter lautete. Das gilt analog für die meisten auf "-ski" oder "-ska" endenden Beinamen.

Für die Genealogie ist das ein gravierendes Hindernis
Wer sich mit Familienforschung beschäftigt und nur nach einem der zahlreichen Beinamen sucht, kann dabei, ohne es zu merken, in eine andere Familie geraten und Aufzeichnungen machen, die zu völlig falschen Ergebnissen führen.
Deshalb sollte die Forschung immer mit der Ermittlung des tatsächlichen Familiennamens beginnen.

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Petersberg - Neukirchen - Alsfeld
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