Heraldik
Wappen von Familien, deren Heimat die Kaschubei war
Wappen eines Zweiges
von Piechowski
Wappen eines Zweiges von JutrzenkaWappen eines Zweiges
 von Chamier
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Wappen eines Zweiges
von Gostomski
Wappen eines Zweiges
von Pazatka
Wappen eines Zweiges
von Loew
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Zu den pommerellischen Wappen, die überwiegend um etwa 1640 entstanden sein sollen, fand der Chronist verschiedene Hinweise. Der Autor Emilian Zernicki Szeliga gibt für deren Entstehung eine Erklärung, die zutreffen könnte: In Kriegszeiten sammelten sich die wehrhaften Männer unter einem gemeinsamen Feldzeichen - einer Fahne vielleicht - auf der das Stammeszeichen oder das Symbol des Feldherren dargestellt war. Diese Zeichen wurden später in Wappen übernommen, mit denen die Familien ihre Stammeszugehörigkeit anzeigten. So weit E. Zernicki Szeliga.
Nach einer anderen Version haben die Familien das Wappen ihres Stammesherren oder Heerführers angenommen, um damit ihre Loyalität zu dokumentieren. Beides mag der Grund dafür sein, dass in Polen mehrere, oft zahlreiche, nicht miteinander verwandte Familien das gleiche Wappen führen (z.B. wird Wappen Leliwa von 366 Familien mit unterschiedlichen Namen geführt). Das heisst, während die preussischen Wappen stellvertretend und unverwechselbar für den Namen einer ganz bestimmten Familie stehen, ist das bei polnischen oder kaschubischen Wappen nicht ohne weiteres vorauszusetzen.
In den kaschubischen Wappen werden als Bilder häufig Halbmonde und Sterne, aber auch andere Schildfiguren verwendet. Dass die Anzahl der Sterne im Wappen anzeigt, wie häufig sich der Wappenträger im Krieg ausgezeichnet hat, oder dass die Richtung des Halbmondes erkennen läßt, ob er an einer gewonnenen, verlorenen oder unentschiedenen Schlacht teilgenommen hatte, gehört ins Reich der Legenden.

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Nach Emilian Zernicki Szeliga führte die Familie von Pazatka Lipinski das Wappen (pol. Herb) Ksiezyc mit folgender Blasonierung: Über einem Halbmonde ein Hochkreuz, der Querbalken an jedem Ende mit einem kleinen Halbmonde besteckt, unter welchem je ein Stern, über dem Kreuze fünf Sterne im Halbkreise. 
Nach neuen Erkenntnissen trifft diese Beschreibung nicht zu, denn im Jahre 1724, im Zuge der Wiederherstellung der bei einem Brand vernichteten Kirche in Borzyszkowo, hat die Familie von Pazatka Lipinski den rechten Seitenaltar gestiftet, in den ihr Wappen eingearbeitet ist. Die richtige Blasonierung lautet: Auf blauem Schild in gold ein liegender Halbmond, in dem ein Hochkreuz steht, das unter jedem Ende des Querbalkens von einem Stern begleitet ist.  

Zu einem Vollwappen gehören außerdem der Helm, die Adelskrone (in bürgerlichen Wappen stattdessen der Wulst), die Helmdecken und die Helmzier. Die Farbe der Schilde kaschubischer Wappen ist häufig blau oder rot. Nach den überlieferten Gesetzen der Heraldik kommt für Adelsfamilien als Helm nur der sogenannte Bügelhelm in Betracht, der eine Laubkrone trägt (bürgerliche Wappen haben Stechhelme). Die Helmdecken zeigen die Farbe des Wappens und als Helmzier werden, wenn andere Hinweise fehlen, drei oder fünf Straussenfedern gezeichnet, die manchmal weiß sind, die aber auch die Schildfarben im Wechsel wiederholen können. 

Kaschubische Heraldik
Im Jahr 2005 erschien der erste von drei Bänden, in denen der Autor Przemyslaw Pragert seine Forschungsergebnisse zu kaschubischen Adelsfamilien und deren Wappen in Text und Bild vorstellt. Seit kurzer Zeit (2007) ist der zweite Band des Werkes fertiggestellt. Wann der dritte Band erscheint, ist noch nicht bekannt.
P. Pragert ist der erste Autor, der ausführlich über kaschubische Wappen recherchierte und nun in Text und Bild darüber berichtet. Um seine Ausführungen nutzen zu können, muß man allerdings die polnische Sprache verstehen. Wer sich für dieses Werk interessiert, kann nach Informationen fragen unter gerhard@pazatka.de

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